Wegschauen hilft nicht
Interessiert nur Kranke
Das System krankt seit über 20 Jahren unter den Augen der politischen Verantwortlichen zunehmend. Leider werden die Schlangen in den Wartezimmern nur in der "zweiten Klasse" unseres Landes wahrgenommen: Die alljährlichen Vorstöße der Politik verharren weiter in eingerichteten Kommisonen.
Aktuell sollen es wieder die "Experten" richten Vorschläge zu erarbeiten, wie sich die Finanzen kurzfristig stabilisieren lassen. Erste Gemeinden retten sich mit MVZ-Lösungen. Also auch hier, alles wie immer: Ein großer Reform-Wurf ist von der 2-Klassen-Politik nicht ernsthaft zu erwarten.
Mitschuldige gesucht
Zunächst mal ein herzliches Dankeschön an den Liebling der Nation, Herrn Günter Jauch, für seine tolle Werbung, die unser Apothekensterben in Deutschland fördert. Wer seine Krücken nicht mehr braucht, sollte sie aus dem Rolli heraus - bei Gelegenheit - sinnvoll an ihm zum Einsatz bringen.
Jetzt mal Spaß beiseite: Wir müssen alles dafür tun, weiter an der Seite unserer örtlichen Apothenken zu stehen und diese mit aller Kraft, finanziellen Mitteln und Möglichkeiten zu unterstützen. Die Fachberatung vor Ort, die Not- und die Botendienste, dürfen uns nicht weiter verloren gehen !
Gut zu wissen...
Sehenswertes






Wissen einsetzen
Präzise & Verfügbar
Im Bereich der Fragen, die keiner hören möchte, machen sich zunehmend Services zwischen 14,00 und 40,00 €/Jahr für eine Link-Notiz breit. Dabei sorgen Angebote, wie z.B. die Partientenverfügfung der Verbraucherzentrale ONLINE, längst für eine ausreichende Informationsklarheit.
Ob kostenpflichtiges Angebot oder notarielle Verfügung: Eine Patientenverfügung wird erst richtig sinnvoll, wenn Sie auch in den entscheidenden Momenten verfügbar ist. Eine zusätzliche PDF-Verknüpung in Cloud und Handy ist immer zu empfehlen und leicht selbst kostenfrei zu realisieren.
Eigeninitiative gefragt
Gut gedacht, praxisfern gemacht: Im Alltag der Arztpraxen fehlt es oft an Zeit, die Patientenakten zu pflegen. Nur wer sich heute selbst um die Aktuallisierung seiner Befunde Arztbriefe und Laborwerte kümmert, kann wirklich von den Vorteilen in Notsituationen profitieren.
Wer selbst aktiv werden möchte, erhält über seine Kasse eine App mit Zugangs-PIN oder kauft sich das benötigte Lesegerät. Damit lassen sich die ePA-Daten nachvollziehen und aktualisieren oder bestimmen, welche Praxis, Apotheke, oder Krankenhaus wie lange darauf zugreifen darf.
Schnelle Hilfe
Medizinische Bereitschaft
Die Nr.: 116117 ist rund um die Uhr kostenfrei erreichbar. Vermittelt den Besuch/Termin in Bereitschaftspraxen oder organisiert Hausbesuche für Erkrankungen, mit denen Sie sonst in die Praxis gehen würden und deren Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann.
Auch MRT-/ CT-Termine lassen sich dort meist früher legen. Die 116117 umfasst online zahnärztliche Notfälle. In allen lebensbedrohlichen Situationen alarmieren Sie direkt den Rettungsdienst unter 112. Für offene medizinische Fragen bieten Online-Chats 24/7 recht flotte Arzt-Rückmeldungen.
Freie Arzt-Termine
Rund 25 Millionen registrierte Patienten (von 90 Millionen weltweit) buchen in Deutschland ihre Behandlungstermine über Doctolib online. Eine sehr komfortable Lösung mit Nachteilen: Die Kosten für Praxen, Datenschutzbedenken und das eingeschränkte Angebot im ländlichen Raum.
Etwas mehr Datenschutz, aber weniger Akzeptanz-Praxen bieten Dr. Flex, Arzt-Direkt, Click-Doc online und die App Termed. Überprüfen Sie immer erst, ob Ihr bevorzugter Arzt oder die gewünschte Fachrichtung vertreten ist, bevor Sie sich im Internet auf einer Plattform registrieren.
Überblick behalten
Die Seh- & Hörhilfen
Fielmann kann auch Hörgeräte. Mit der Tiefpreisgarantie, die auch Online-Angebote einbezieht, bleibt die Hörakustik von Fielmann auch 2026 unser Preis-/ Leistungssieger. Die Herausforderung bleibt, die baugleichen Geräte mit neuen Anbieternamen zu erkennen und vergleichen zu können.
Welches Gerät sich hinter den Eigennamen der Anbieter verbirgt, kann das GKV-Hilfsmittelverzeichnis verraten und so bzw. erst dann ein wirklicher Preisvergleich stattfinden. Apropos: Kümmern Sie sich um die ärztliche Verordnung erst, sobald Sie Ihre Produktentscheidung getroffen haben.
Die Priscus-Liste
Die Priscus-Information listet betagten Patienten potenziell problematische Medikamente auf. Eine gute Hilfestellung die voraussetzt, dass Arzt und Apotheken sie nutzen und die verschriebenen Medikamente auf mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen abgleichen.
Die PRISCUS-Liste ist keine Verbotsliste, sondern dient als Entscheidungshilfe, um die Arztneimittelwirkungen jeweils zu optimieren. Das ist besonders relevant, da sehr viele der älteren Patienten häufig unter Multimorbidität leiden und mehrere Medikamente einnehmen.



























































